
Betrachtungen für Stäube
Für Stäube ist das Bestimmungsverfahren der Zündtemperatur
ebenfalls vereinheitlicht und in dem Dokument IEC 61241-2-1
festgeschrieben. Zu beachten ist, dass der Staub in abgelagerter
Form - nach Verfahren A bestimmt als Schicht - und in
aufgewirbelter Form - nach Verfahren B bestimmt als Wolke -
unterschiedliche Zündtemperaturen aufweist.
Die zulässige Oberflächentemperatur für dem Staub zugängliche
Teile der Systeme, Geräte und Komponenten ergibt sich, indem von
dem nach A bestimmten Wert 75 K abgezogen werden und von dem
nach B ermittelten Wert 2/3 errechnet werden. Der kleinere der
beiden so ermittelten Werte stellt die zulässige
Oberflächentemperatur der Betriebsmittel dar. Oberfläche ist die
Fläche, die für den Staub zugänglich ist, Temperaturklassen sind
bei Stäuben nicht definiert, so dass immer vom konkreten Staub
ausgegangen werden muss. In umfangreichen Tabellenwerken stehen
Kennzahlen zu Verfügung, Labors bestimmen die Werte auf Anfrage
und eine kleine nichtoffizielle Übersicht enthält nachfolgende
Tabelle.
|
Bezeichnung des
Feststoffes |
Werte A Zündtemperatur
IEC 50381-2-1 Verfahren A Schicht (°C) |
Werte B Zündtemperatur
IEC 50381-2-1 |
|
|
Zulässige
Grenztemperatur |
|||||||
|
450... |
300... |
280... |
260... |
230... |
215... |
200... |
180... |
165... |
160... |
|||
|
Stäube von
Naturprodukten (Beispiele) |
||||||||||||
|
Baumwolle |
350 |
560 |
|
|
275 |
|
|
|
|
170
170 |
|
|
|
Stäube von
chemisch-technischen Produkte (Beispiele) |
||||||||||||
|
Celluloseether |
275 |
330 |
|
|
|
|
|
|
200 |
|
|
|
|
Metallstäube (Beispiele) |
||||||||||||
|
Aluminium |
280 |
530 |
|
|
|
|
|
205 |
|
|
|
|

