... noch Prüfmethoden ...
Die Zündung
erfolgt am geschlossenen Ende der Leitung, um fast verschlossene
Rohrleitungsaustritte und die damit verbundene erhebliche
Flammenbeschleunigung bezüglich des offenen Rohrendes (ähnlich
einem Diffusor) erzielen zu können.
Die Einsatzbeschränkungen dieser Methode liegen nicht nur bei Aufnahme komplizierter Rohr- und Düsenanordnungen, sondern immer dort, wo das für die Prüfung verwendete Medium bei anderen Ausgangsdrucken als dem Umgebungsdruck eingesetzt werden soll. Da es sich hier auch nicht um ein geschlossenes System handelt, sind zudem meteorologische Einflüsse nicht auszuschließen. Außerdem können solche Versuche, wegen des möglichen Flammendurchschlages, des entstehenden Explosionsdruckens und des Abgasstrahls nicht in geschlossenen Räumen durchgeführt werden.
Die im Rahmen der hier vorgestellten Untersuchungen verwendete Prüfmethode besteht aus einem geschlossenen Rohrleitungssystem mit eingeschalteter Deflagrationssicherung. Dieses Verfahren gestattet, im Gegensatz zu der von der PTB verwendeten Methode, neben der Variation der Gemischausgangsdrucke (bis zu den anlagenbedingten Grenzen der Druckfestigkeit), den Einsatz in geschlossenen Räumen. Die Einschränkung muss daher getroffen werden, da bei einer ausgelösten Deflagration der Explosionsdruck den zehnfachen, bei einer Detonation den dreißigfachen Ausgangsdruck erreichen kann. Es kann daher abhängig vom Gemischausgangsdruck erforderlich sein, Berstscheiben einzusetzen, was nur im Freien möglich ist. Die Registrierung des Flammendurchschlages durch die Armatur ist hier nur über einen gewissen apparativen Aufwand, z. B. über optoelektronische Bauelemente und Temperaturfühler, möglich. Es können hier ferner die meteorologischen Einflüsse, wegen der Geschlossenheit der Anlage, vernachlässigt werden.

